Blogging - das etwas andere Marketing
Das Phänomen ‘Blogging‘ ist längst seinen Kinderschuhen entwachsen - mehr als 37 Millionen Blogs existieren mittlerweile, daneben eine Vielzahl an Providern, Dienstleistern und Webseiten, die sich ausschießlich mit Blogs beschäftigen.
Blogging machte zunächst große Schlagzeilen im Zuge verheerender Katastrophen als alternativer, spezifischer Content-Lieferant. Wir erinnern uns zum Beispiel an die Tsunami von Dezember 2004. Blogs waren ‘traditionellen’ Medien in punkto Aktualität und Detail-treue oft voraus.
Blogging ist aber weit mehr als nur ein privates Online-Tagebuch oder eine Hobby-News-Seite. Blogging ist ein wichtiger Bestandteil des Web 2.0. Warum? Im Gegensatz zu Webseiten des Web 1.0 sind Blogs interaktiv, sie fordern LeserInnen auf, mit Kommentaren den Inhalt mitzugestalten, in den Dialog mit dem Autor zu treten. Blogs sind miteinander stark verlinkt, sie greifen Ideen, Nachrichten und Meinungen auf und bearbeiten sie weiter.
Diese Fähigkeit des Interaktiven und der Meinungsmache macht Blogs auch für das Marketing interessant. Ich spreche hier nicht von Blogs, die das Produkt wie in einem Katalog anpreisen. Blogs sind difiziler, und sie sind mit dem Autor eng verbunden. Man kann hier von einer Empfehlung sprechen, einem Verweis. Das muss kein Link sein, aber zumindest ein Thema.
Schauen wir uns ein fiktives Beispiel an: In einem etablierten Blog werden Produkttests beschrieben, z.B. über Bohrmaschinen. Die treue Leserschaft von rund 500 Feed-Abonnenten interessiert sich aber auch für die Kommentare der anderen und greift gern selbst zur Tastatur, um Praxiserfahrungen zu schildern. Ein Bohrmaschinenhändler abonniert diesen Feed ebenfalls, um sich über Kundenwünsche zu informieren. Er ist aber auch selbst passionierter Heimwerker und trägt mit seinem Wissen gelegentlich zur Diskussion bei. Hin und wieder lenkt er auch die Aufmerksamkeit auf andere Modelle einer bevorzugten Bohrmaschinenmarke, erklärt Pro und Contras, und verweist auf die Webseiten des Herstellers oder er nutzt diesen Content innerhalb seines eigenen Auftrittes, um ‘neutralen’ Boden vorzubereiten.
Marketing beschränkt sich also nicht rein auf den Verkauf, sondern Marketing ist vielmehr das Schnüren von Paketen, die dem Bedürfnis des Kunden entsprechen. Blogs können diese Aufgabe realisieren helfen (erfahren Sie hier, wie Blogs funktionieren). Blogs verschaffen uns Einblick, welche Bedürfnisse der Kunde überhaupt hat.




June 19th, 2006 at 7:28 am
[...] Blogging entwickelt sich nach rund 2-3 Jahren Aufsehen zu einem Mainstream-Medium (37 Millionen Blogs im Frührjahr 2006!), und dennoch ist es nicht zu spät, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Biz Stone ist einer derjenigen, die das Blogging-Fieber schon sehr früh erfaßt und rechtzeitig auf den abfahrenden Zug aufspringen ließ. Sein Know-How hat er in mehreren Büchern verschriftlicht. Eines davon ist ‘Blogging’. [...]